Škoda – die tschechische Alternative
Die meisten von uns erinnern sich noch an die – mitunter seltsam anmutenden – Škoda-Autos der 1970er-Jahre: Riesen-Kofferraum mit seitlich öffnender Klappe vorne, Motor hinten. Billig im Ankauf, jedoch oft von eher zweifelhafter Qualität. Doch das ist nicht die ganze Geschichte von Škoda: Die begann viel früher, nämlich schon in der Zeit der Monarchie, als das heutige Tschechien ein prosperierendes industrielles Zentrum war. Damals begannen der Mechaniker Vaclav Laurin und der Buchhändler Vaclav Klement in Mlada Boleslav mit der Produktion von Fahrrädern: 1899 kamen Motorräder dazu, 1905 verließ das erste Auto – die Voiturette A – die Werkstätten. Das Auto wurde zu einem Verkaufserfolg, und nach der kriegsbedingten Unterbrechung kam es 1925 zur Fusion mit Škoda aus Pilsen, um sich stärker am Markt behaupten zu können. Unter dem neuen Namen Škoda gelang der endgültige Durchbruch, etwa mit dem Modell Škoda Popular. 1946 wurde Škoda verstaatlicht und fertigte Autos wie den
Škoda Octavia, den
Škoda Felicia und den Škoda Spartak. War deren Standard anfangs noch relativ hoch, so verlor Škoda in den 1960er-Jahren den Anschluss an die Fahrzeuge aus Westeuropa. Vor allem in den Staaten des ehemaligen Ostblocks waren die Autos jedoch nach wie vor begehrt; auch in Österreich fanden sich kostenbewusste Käufer. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs übernahm Volkswagen Ende 1990 das Ruder bei Škoda und begann mit der Fertigung neuer Modellreihen: Nach dem
Škoda Felicia (1994) begann vor allem mit dem
Škoda Octavia (1996) eine neue Ära. In den Jahren danach wurde die Modellpalette weiter ausgebaut: Heute bietet Škoda mit dem
Škoda Citigo, dem
Škoda Fabia (auch als Combi), dem
Škoda Roomster, dem Škoda Octavia (Limousine und Combi), dem
Škoda Yeti und dem
Škoda Superb (auch als Combi) eine sehr umfangreiche Palette an. Jüngstes Modell von Škoda ist der
Škoda Rapid.